Die besten Quellen für Vitamin D


Ohne Vitamine geht es nicht. Hinter dem von dem lateinischen Wort für Leben abgeleiteten Begriff verbergen sich organische Verbindungen, die dem Körper helfen, lebenswichtige Funktionen aufrecht zu erhalten.

Insgesamt gibt es 13 davon, obwohl einige in Untergruppen aufgeteilt sind. Vor allem bei Obst und Gemüse wird dabei häufig der Vitamingehalt angepriesen, weil Vitamine die Besonderheit besitzen, nicht selbst vom Körper hergestellt werden zu können. Eine Ausnahme gibt es dabei: Vitamin D wird über die Haut synthetisiert, sofern diese genügend natürliches Sonnenlicht bekommt.

Vitaminmangel sollte nicht unterschätzt werden. Die Moleküle unterstützen Wachstum und Muskelaufbau, stärken Knochen, schützen das Immunsystem, geben Schwung und Energie und helfen beim Sehen. Zuwenig der guten Stoffe, und das Ergebnis sind Schlappheit und Anfälligkeit.

Weil etliche Lebensmittel zwar die reinsten Vitaminbomben sind, aber keines sämtliche der 13 Wunderstoffe besitzt, ist eine ausgewogene Ernährung oder der Zusatz von Vitaminen aus anderen Quellen wichtig, um gesund und fit zu bleiben.

Vitamin D wird dabei häufig vernachlässigt. Dabei genügt selbst ein Nachmittag auf dem sonnigen Balkon nur selten, um ausreichend von dem Stoff zu bilden. Sonnenschutz mit hohem Faktor blockiert zudem einen Großteil der Vitamin D-Synthese.

Um tatsächlich genug Vitamin D zu bekommen, sollte der erste Weg in die Küche oder den Supermarkt führen. Fette Fische wie Hering und Lachs, aber auch Leber, Waldpilze und Eigelb sind reich an Vitamin D. Doch der Körper braucht etliches von dem Molekül, um seine Funktion erfüllen zu können. Rund 20 Mikrogramm sind erforderlich, um das Immunsystem zu stärken und dafür zu sorgen, dass einige Immunzellen überhaupt arbeiten können. Auch für den Knochenaufbau ist Vitamin D notwendig. Ohne die Moleküle kann es zu schwerwiegenden Fehlbildungen kommen. Gehirn, Nerven und Muskeln verlassen sich ebenfalls auf Nachhilfe durch Vitamin D.

Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Coronakrise haben einen Teil der Bevölkerung zu unfreiwilligen Stubenhockern gemacht, sodass der Aufenthalt unter freiem Himmel und die Produktion von körpereigenem Vitamin D noch weiter erschwert wurde.

Im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin C, das relativ schnell vom Körper ausgeschieden wird, kann Vitamin D gespeichert werden. Ein Zuviel wird in der Leber und in Fettzellen verstaut, um Reserven für magere Zeiten anzulegen.

Das kann allerdings auch zum Problem werden. Wer etwa Vitamin C überdosiert, kann sich darauf verlassen, dass der nicht zu verarbeitende Überschuss den Körper schon bald wieder verlassen hat. Vitamin D jedoch wird nicht ausgeschieden. Eine zu hohe Dosis kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Durchfall oder Verstopfung und sogar Herzrhythmusstörungen führen. Handelt es sich um eine langfristige Überdosierung, können sogar die Nieren geschädigt werden.

Allzu wahrscheinlich ist das allerdings nicht. Im Regelfall werden in Tablettenform für Erwachsene 800 internationale Einheiten (IE) empfohlen. Als Höchstmaß gelten 4000 IE. Hochdosierte Vitamin D Tabletten sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

Was die meisten anderen Vitamine anbelangt, so sind diese einfacher als Vitamin D in der Nahrung aufzunehmen. Karotten, Paprika, Aprikosen, Salat, Grünkohl und Brokkoli, Johannisbeeren und mehr sind gesund und lecker. Dabei kommt es allerdings auf die Frische an, um möglichst den vollen Vitamingehalt zu genießen. Wer dann noch Vollkorn und Nüsse zu sich nimmt, hat seinen Bedarf außer an Vitamin D zumeist schon abgedeckt und kann sein Leben genießen.